Wärmeleitfähigkeit λ von Baustoffen — Wertetabellen
11 marca 2026 | Architektur
Bei der Berechnung des U-Werts (Wärmedurchgangskoeffizient) ist die Wärmeleitfähigkeit λ (Lambda) der wichtigste Kennwert jedes Materials. Je niedriger λ, desto besser die Dämmeigenschaften — Styropor hält Wärme wesentlich besser zurück als Beton, weil sein λ um ein Vielfaches niedriger ist. Die folgenden Tabellen enthalten λ-Werte für die gebräuchlichsten Baustoffe gemäß EN ISO 10456 und den Leistungserklärungen (DoP) der Hersteller. Um den U-Wert Ihres Bauteils mit diesen Werten zu berechnen, nutzen Sie unseren Wärmedurchgangskoeffizient-Rechner.
Wärmedämmstoffe
| Material | λ [W/(m·K)] | Rohdichte [kg/m³] | Hinweise |
|---|---|---|---|
| EPS-Polystyrol (Standard) | 0,036–0,040 | 15–25 | Fassaden, Böden — am häufigsten |
| Graphit-EPS (Neopor) | 0,030–0,033 | 15–25 | Bessere Dämmung bei gleicher Dicke |
| XPS-Polystyrol | 0,025–0,035 | 25–45 | Fundament, Erdböden — feuchtebeständig |
| Glaswolle | 0,030–0,044 | 10–48 | Dachböden, Decken, Holzrahmenwände |
| Steinwolle | 0,033–0,045 | 30–200 | Wände, Dächer — besserer Brandschutz |
| Polyurethanschaum PUR (Sprühschaum) | 0,022–0,028 | 30–60 | Dächer, unregelmäßige Flächen — fugenlose Anwendung |
| PIR-Schaum (Platten) | 0,020–0,026 | 30–50 | Flachdächer — niedrigstes λ der gängigen Dämmstoffe |
| Zellulosedämmung (Einblas) | 0,038–0,042 | 25–60 | Dachböden — Recyclingmaterial aus Papier |
| Holzfaserplatte | 0,038–0,050 | 50–270 | Ökologisches Bauen — gute Wärmespeicherung |
| Naturkorkplatte | 0,040–0,050 | 80–200 | Ökologische Alternative — Wärmespeicherung |
Mauerwerk
| Material | λ [W/(m·K)] | Rohdichte [kg/m³] | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Vollziegelstein | 0,77 | 1.800 | Traditionelles Mauerwerk, Altbauten |
| Lochziegel | 0,50–0,56 | 1.200–1.500 | Etwas bessere Dämmung durch Löcher |
| Hohlblockziegel (z.B. Porotherm 25) | 0,22–0,30 | 700–900 | Häufigstes Mauerwerk im Einfamilienhausbau |
| Kalksandstein | 0,70–0,90 | 1.600–2.000 | Gute Wärmespeicherung, erfordert gute Dämmung |
| Porenbeton (AAC) Klasse 400 | 0,12–0,15 | 350–450 | Beliebte Alternative — gute Wanddämmung |
| Porenbeton (AAC) Klasse 600 | 0,17–0,21 | 550–650 | Höhere Festigkeit, etwas schlechterer U-Wert |
Beton, Mörtel und Putze
| Material | λ [W/(m·K)] | Rohdichte [kg/m³] |
|---|---|---|
| Normalbeton (C20/25) | 1,70 | 2.400 |
| Stahlbeton | 2,00–2,50 | 2.400–2.500 |
| Estrich / Zementausgleich | 1,40–1,60 | 1.800–2.000 |
| Zementmörtel | 1,40 | 2.000 |
| Kalk-Zement-Mörtel | 0,80 | 1.800 |
| Gipsputz | 0,57 | 1.200 |
| Acryl- / Silikonputz (Dünnschicht) | 0,70 | 1.500 |
Holz und Holzwerkstoffe
| Material | λ [W/(m·K)] | Rohdichte [kg/m³] |
|---|---|---|
| Nadelholz (Kiefer, Fichte) | 0,13 | 500–600 |
| Laubholz (Eiche, Buche) | 0,18–0,21 | 650–800 |
| Sperrholz | 0,14–0,17 | 500–700 |
| OSB-Platte | 0,13 | 600–680 |
| Gipskartonplatte (GK) | 0,25 | 900–1.000 |
| Glasfaserverstärkte Gipsplatte (GF) | 0,32 | 1.150 |
Wie verwendet man die λ-Tabellen für U-Wert-Berechnungen?
Der Wärmewiderstand einer einzelnen Materialschicht wird mit folgender Formel berechnet:
Dabei ist d die Schichtdicke in Metern und λ die Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K). Je niedriger λ und je dicker die Schicht, desto höher der Wärmewiderstand R — also bessere Dämmung.
Beispiel: Eine Schicht Graphit-EPS (λ = 0,031 W/(m·K)) mit einer Dicke von 15 cm (0,15 m) hat einen Wärmewiderstand:
R = 0,15 / 0,031 = 4,84 m²·K/W
Dies entspricht Normalbeton mit einer Dicke von: d = 4,84 × 1,70 = 8,2 Metern — daher ist Dämmung so wichtig.
Der Gesamt-U-Wert eines Bauteils ist 1 dividiert durch die Summe aller Widerstände (Schichten plus Oberflächenwiderstände). Verwenden Sie statt manueller Berechnung den U-Wert-Rechner.
Zusammenfassung
Die Kenntnis der λ-Werte von Baustoffen ist die Grundlage jeder Wärmeberechnung. Dämmstoffe haben λ im Bereich 0,019–0,060 W/(m·K), während Beton und Stahl 1,7 bzw. 50 W/(m·K) haben. Dieser hundertfache Unterschied erklärt, warum wenige Zentimeter Styropor eine mehrere Meter dicke Betonwand in Bezug auf Dämmleistung ersetzen kann.
Um den U-Wert eines konkreten Bauteils mit den obigen Daten zu berechnen, nutzen Sie den Wärmedurchgangskoeffizient-Rechner.
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