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Wärmedurchgangskoeffizient U Rechner

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U-Wert - Artikel

Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)-Rechner für mehrschichtige Bauelemente

Professioneller Rechner zur Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten gemäß PN-EN ISO 6946:2017. Unterstützt sechs Bauteiltypen: Außen- und Innenwände, Bodenplatten und Kellerdecken, Dächer und Decken über unbeheizten Dachgeschossen. Ermöglicht die Definition beliebig vieler Materialschichten aus einer integrierten Materialdatenbank (Ziegel, Porenbeton, EPS/XPS, Mineralwolle, PIR, Holz, Platten und Putze) oder die Eingabe eigener λ-Werte. Prüft automatisch die Übereinstimmung mit den aktuellen polnischen Bauvorschriften (WT 2021/2026) und zeigt an, wie viel zusätzliche Dämmung erforderlich ist, um die Anforderung zu erfüllen. Die Ergebnisse können als PDF-Bericht mit Bauteilquerschnitt und Wärmewiderstandstabelle heruntergeladen werden — bereit zur Anlage an die Projektdokumentation oder den Energieausweis.

So benutzen Sie den U-Wert-Rechner in 3 Schritten

1

Wählen Sie den Bauteiltyp in den oberen Tabs — Außenwand, Innenwand, Bodenplatte, Kellerdecke, Dach oder Decke über unbeheiztem Dachgeschoss. Jeder Typ hat eigene Wärmeübergangswiderstände und einen eigenen maximalen U-Wert nach polnischen Bauvorschriften.

2

Fügen Sie die Schichten in der Reihenfolge von innen nach außen hinzu. Wählen Sie ein Material aus der Datenbank (der Rechner setzt den Standard-λ-Wert ein) oder geben Sie einen eigenen ein und tragen Sie die Dicke in Zentimetern ein. Sie können auch fertige Vorlagen für typische Konstruktionen verwenden (WDVS auf Porenbeton, dreischalige Wand mit Klinker, Steildach, Bodenplatte usw.).

3

Lesen Sie die Ergebnisse ab: den U-Wert [W/(m²·K)], den gesamten Wärmewiderstand R, die Tabelle der Widerstände der einzelnen Schichten und den WT-Konformitätsstatus. Wenn das Bauteil die Anforderung nicht erfüllt, zeigt der Rechner an, wie viele zusätzliche Zentimeter Dämmung mit gegebenem λ benötigt werden. Die Ergebnisse können als PDF-Bericht mit Bauteilquerschnitt heruntergeladen werden.

Grundgleichungen — Wärmewiderstand und Wärmedurchgang

Der Wärmedurchgangskoeffizient U beschreibt den Wärmestrom durch 1 m² eines Bauteils bei 1 K Temperaturdifferenz zwischen den beiden Seiten:

U = 1 / R

wobei U [W/(m²·K)] der Wärmedurchgangskoeffizient und R [m²·K/W] der gesamte Wärmewiderstand des Bauteils ist.

Der gesamte Wärmewiderstand eines mehrschichtigen Bauteils ist die Summe aus dem inneren Wärmeübergangswiderstand, den Widerständen der einzelnen Materialschichten und dem äußeren Wärmeübergangswiderstand:

R = Rsi + Σ(dᵢ / λᵢ) + Rse

wobei Rsi — innerer Wärmeübergangswiderstand [m²·K/W], dᵢ — Dicke der i-ten Schicht [m], λᵢ — Wärmeleitfähigkeit der i-ten Schicht [W/(m·K)], Rse — äußerer Wärmeübergangswiderstand [m²·K/W]. Je niedriger das λ eines Materials, desto besser seine Wärmedämmung.

Wärmeübergangswiderstände nach PN-EN ISO 6946

  • Wände (horizontale Wärmestromrichtung): Rsi = 0,13, Rse = 0,04 m²·K/W
  • Dächer (Wärmestrom nach oben): Rsi = 0,10, Rse = 0,04 m²·K/W; Decke unter unbeheiztem Dachraum: Rse = 0,10 m²·K/W
  • Böden (Wärmestrom nach unten): Rsi = 0,17, Rse = 0,04 m²·K/W; über unbeheiztem Keller: Rse = 0,17 m²·K/W
  • Erdberührte Bauteile: Rse wird durch den Widerstand der Bodenschicht ersetzt, vereinfacht zu Rse = 0,17 m²·K/W

Maximale U-Werte nach den polnischen Bauvorschriften — auch 2026 gültig

Maximale U-Werte für Wohn- und öffentliche Gebäude, eingeführt mit der Verordnung über technische Bedingungen ab 2021 und auch nach der Novelle WT 2026 verbindlich:

  • Außenwände (für Innentemperatur ≥ 16 °C): U ≤ 0,20 W/(m²·K)
  • Dächer, Flachdächer und Decken über unbeheizten Dachgeschossen: U ≤ 0,15 W/(m²·K)
  • Bodenplatten: U ≤ 0,30 W/(m²·K)
  • Decken über unbeheizten Kellern und Durchfahrten: U ≤ 0,25 W/(m²·K)
  • Außendecken (z. B. über Durchfahrten): U ≤ 0,15 W/(m²·K)
  • Innenwände zwischen beheizten und unbeheizten Räumen (Temperaturdifferenz ≥ 8 K): U ≤ 0,30 W/(m²·K)

Diese Grenzwerte gelten für Standardgebäude. Für energieeffiziente und Passivhäuser (NF40, NF15, PHI-Standard) sind die Anforderungen deutlich niedriger — typisch U ≤ 0,15 W/(m²·K) für Wände und U ≤ 0,10 W/(m²·K) für Dächer.

Die Novelle der Bauvorschriften 2026 (WT 2026) ändert die U-Wert-Grenzwerte nicht, verschärft aber die Anforderungen an den Primärenergie-Indikator EP — in der Praxis lohnt es sich, Bauteile mit Reserve gegenüber den obigen Grenzwerten zu planen.

Typische λ-Werte von Baustoffen

Die Wärmeleitfähigkeit λ (Lambda) beschreibt, wie leicht ein Material Wärme leitet. Je niedriger das λ, desto besser die Dämmung:

  • Dämmstoffe: PIR und Polyurethanschäume λ = 0,022–0,028, XPS λ = 0,029, EPS λ = 0,031–0,037, Mineralwolle λ = 0,032–0,042 W/(m·K).
  • Mauerwerksstoffe: Porenbeton 350–700 kg/m³ λ = 0,10–0,20 (Bemessungswerte mit Feuchtekorrektur), porosierter Hochlochziegel λ = 0,25–0,32, Vollziegel λ = 0,77, Klinkerziegel λ = 1,05 W/(m·K).
  • Konstruktionsmaterialien: Nadelholz λ = 0,16, Laubholz λ = 0,18, Stahlbeton λ = 1,7–2,5, Konstruktionsstahl λ = 50 W/(m·K) — Stahl ist nahezu ein perfekter Leiter und bildet Wärmebrücken.
  • Putze und Beläge: Gipsputz λ = 0,4, Zementputz λ = 1,0, Keramikfliesen λ = 1,05, Gipskartonplatte λ = 0,21 W/(m·K).

Deklarationswerte gemäß PN-EN ISO 10456 und PN-EN ISO 6946. Hersteller können Bemessungswerte angeben, die leicht von den Deklarationswerten abweichen — in der Bemessung werden üblicherweise um einen Feuchtekorrekturfaktor erhöhte Werte verwendet.

Typische Bauteile und ihre U-Werte

Die folgende Tabelle enthält U-Werte für typische Bauteilkonstruktionen im polnischen Wohnungsbau. Alle Berechnungen nach PN-EN ISO 6946:2017 mit deklarierten λ-Werten aus PN-EN ISO 10456. Beispiele #1–9 erfüllen WT 2021; Beispiel #10 zeigt eine typische Wand vor der energetischen Sanierung (1960er–1980er Jahre).

#BauteiltypAufbau (von innen)U [W/(m²·K)]Erfüllt WT?
1AußenwandGipsputz 1,5 cm + Ziegelblock 25 cm + EPS Graphit λ=0,031 Dicke 15 cm + Zementputz 1,5 cm0,17
ja
2AußenwandGipsputz 1,5 cm + Kalksandstein 18 cm + Mineralwolle λ=0,035 Dicke 18 cm + Zementputz 1,5 cm0,18
ja
3AußenwandGipsputz 1,5 cm + Porenbeton 600 kg/m³ Dicke 36,5 cm + Mineralwolle λ=0,035 Dicke 10 cm + Zementputz 1,5 cm0,20
ja (an der Grenze)
4Dreischicht-AußenwandGipsputz 1,5 cm + Kalksandstein 18 cm + Mineralwolle λ=0,035 Dicke 16 cm + Klinkerziegel 12 cm0,20
ja (an der Grenze)
5SteildachGK-Platte + Dampfbremse + Mineralwolle λ=0,035 Dicke 30 cm zwischen und unter den Sparren + diffusionsoffene Bahn0,11
ja
6SteildachGK-Platte + Dampfbremse + Mineralwolle λ=0,035 Dicke 25 cm + diffusionsoffene Bahn0,14
ja
7FlachdachGipsputz + Stahlbetondecke 18 cm + Dampfbremse + PIR λ=0,022 Dicke 18 cm + Bitumenbahn0,12
ja
8Bodenplatte auf ErdreichZementestrich 5 cm + Folie + XPS λ=0,033 Dicke 12 cm + Sauberkeitsschicht 10 cm + Erdreich0,26
ja
9Decke über unbeheiztem KellerBodenbelag 1,5 cm + Stahlbetondecke 20 cm + Mineralwolle λ=0,035 Dicke 15 cm + GK-Decke 1,25 cm (Kellerseite)0,21
ja
10Alte Außenwand (vor energetischer Sanierung)Kalkputz 1,5 cm + Vollziegel 51 cm + Kalk-Zement-Putz 1,5 cm — typisches Wohngebäude aus den 1960er–1970er Jahren1,13
nein

Vereinfachte Berechnungen — sie ignorieren lineare Wärmebrücken (Sparren, Fensterrahmen, Stützen). In realen Projekten wird der Einfluss von Wärmebrücken gesondert nach PN-EN ISO 14683 oder über einen ΔU-Korrekturwert berücksichtigt. Alle obigen Konstruktionen können Sie im obigen Rechner nachbauen und an Ihr Projekt anpassen.

Häufige Fragen

Welcher U-Wert gilt 2026 für eine Außenwand?

Die geltenden polnischen Bauvorschriften (WT 2021) verlangen U ≤ 0,20 W/(m²·K) für Außenwände in Räumen mit ≥ 16 °C. Dieser Wert ändert sich 2026 nicht. Für energieeffiziente und Passivhäuser werden Zielwerte von U ≤ 0,15 W/(m²·K) angesetzt.

Worin unterscheidet sich der U-Wert vom Wärmedurchlasswiderstand R?

Der Wärmedurchlasswiderstand R [m²·K/W] beschreibt die Fähigkeit eines Bauteils, Wärmeverluste zu begrenzen — je höher, desto besser. Der U-Wert [W/(m²·K)] ist der Kehrwert des gesamten Wärmedurchlasswiderstands (U = 1/Rt) — je niedriger, desto besser. Die Widerstände einzelner Schichten werden addiert; der U-Wert beschreibt das gesamte Bauteil als eine Zahl.

Beeinflussen Wärmebrücken die U-Berechnung nach PN-EN ISO 6946?

ISO 6946 selbst geht von einem eindimensionalen, in der Fläche homogenen Bauteil aus. Der Einfluss linearer (Ψ) und punktueller (χ) Wärmebrücken wird gesondert berücksichtigt — nach PN-EN ISO 14683 oder in der energetischen Bilanz des Gebäudes. In typischen Bauteilen erhöhen Wärmebrücken die Wärmeverluste um 5–15%, das tatsächliche Bemessungs-U (Uc) liegt also üblicherweise etwas über dem ISO-6946-Ergebnis.

Wie lässt sich U senken, ohne das gesamte Bauteil zu ersetzen?

Durch Aufbringen einer Wärmedämmschicht. Jede 5 cm EPS (λ ≈ 0,038) oder Mineralwolle (λ ≈ 0,035) ergeben rund 1,3–1,4 m²·K/W zusätzlichen Wärmedurchlasswiderstand. Praxisbeispiel: Bei einer alten Ziegelwand mit U ≈ 1,1 W/(m²·K) ergibt eine zusätzliche 15-cm-Mineralwoll­dämmung U ≈ 0,20 W/(m²·K) — genau das WT-2021-Minimum.

Erfüllt ein ungedämmtes Bauteil WT 2021?

Praktisch nicht. Eine reine Wand aus Keramik- oder Kalksandsteinblöcken hat U = 0,4–0,6 W/(m²·K), eine Vollziegelwand etwa 1,1 W/(m²·K). WT 2021 fordert U ≤ 0,20 für eine Außenwand, also benötigt jedes neu errichtete Bauteil mindestens 12–18 cm EPS oder Mineralwolle — die genaue Dicke hängt vom Wandmaterial ab.

Woher bekomme ich λ-Werte von Baustoffen für Bemessungsberechnungen?

Aus der Leistungserklärung des Herstellers (CE, ETA) oder aus PN-EN ISO 10456 (Tabelle typischer Bemessungswerte). Im Zweifel ist der deklarierte Wert mit einem Sicherheitsabschlag zu verwenden. Der Rechner verfügt über eine eingebaute Datenbank mit über 100 Materialien und aktuellen Normwerten; alternativ können Sie einen eigenen λ-Wert aus dem Produktdatenblatt eingeben.

Berechnet der Rechner den U-Wert des Bauteils (Wärmedurchlässigkeit, Wärmedämmung) — auch für eine Holzständerwand?

Ja. Wärmedurchlässigkeit eines Bauteils ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den Wärmedurchgangskoeffizienten U [W/(m²·K)] — je niedriger U, desto besser die Wärmedämmung. Der Rechner gibt sowohl U als auch den Wärmedurchlasswiderstand R des gesamten Bauteils an. Er berechnet U für jedes mehrschichtige Bauteil, einschließlich Holz- oder Stahlständerwänden — definieren Sie einfach die einzelnen Schichten mit Dicke und λ-Wert. Bei Ständerwänden hat der Bereich mit der tragenden Konstruktion (Ständer) ein höheres U als der Dämmbereich dazwischen, daher wird in der vereinfachten Berechnung ein repräsentatives Bauteil angenommen.

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