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Berechnung des Druckabfalls in Druckluftleitungen

Druckverlustrechner für Druckluftleitungen

Professioneller Rechner zur Berechnung von Druckverlusten in Druckluftleitungen. Die Berechnungen erfolgen mit einer empirischen Formel, die in der Pneumatikbranche weit verbreitet ist (u.a. in Handbüchern von Atlas Copco und Kaeser), unter Berücksichtigung des FAD-Volumenstroms, des Rohrinnendurchmessers, der Abschnittslänge und des Betriebsdrucks.

Entwickelt für Planer pneumatischer Anlagen, Kompressorservicetechniker und Instandhaltungsingenieure. Der Rechner unterstützt drei Rohrreihen (Kunststoff, Aluminium, Edelstahl-Pressfitting) und ermöglicht die manuelle Eingabe eines eigenen Innendurchmessers. Die Berechnungen können abschnittsweise durchgeführt werden — das Ergebnis ist der Gesamtdruckverlust der gesamten Anlage.

So verwenden Sie den Rechner in 3 Schritten

1

Wählen Sie den Rohrtyp (Kunststoff, Aluminium, Stahl-Pressfitting) und den passenden Durchmesser aus der vordefinierten Reihe. Wenn Ihr Rohr zu keiner Reihe passt, wählen Sie 'Eigener Durchmesser' und geben Sie den Innendurchmesser manuell ein.

2

Geben Sie den Luftvolumenstrom in m³/min (FAD — Free Air Delivery, d.h. auf atmosphärische Bedingungen umgerechneter Volumenstrom) und den Anfangsdruck am Abschnittseingang ein (Standard 8 bar).

3

Geben Sie die Rohrabschnittslänge in Metern ein. Fügen Sie weitere Abschnitte mit der Schaltfläche 'Zeile hinzufügen' hinzu — der Rechner summiert automatisch die Druckverluste aller Abschnitte.

Was der Rechner berechnet

Für jeden Anlagenabschnitt ermittelt der Rechner:

  • dP — Druckverlust pro Abschnitt [bar], berechnet mit der empirischen Formel unter Berücksichtigung von Volumenstrom, Durchmesser, Länge und Betriebsdruck.
  • Σ dP — Gesamtdruckverlust der gesamten Anlage als Summe der Verluste der einzelnen Abschnitte. Der empfohlene Gesamtdruckverlust sollte 0,1 bar nicht überschreiten (1% des Betriebsdrucks bei 10 bar).
  • Auslegungsprüfung — bei korrekter Dimensionierung sollte die Luftgeschwindigkeit in Hauptleitungen 6–8 m/s und in Abzweigungen bis 15 m/s betragen.

Eingabedaten — was eingeben und woher nehmen

Rohrtyp

Wählen Sie Material und Rohrsystem. Aluminiumrohre (z.B. Aircom) sind derzeit die beliebteste Wahl — leicht, korrosionsbeständig, mit glatter Innenfläche für minimale Verluste. Stahl-Pressfittingrohre eignen sich für industrielle Anlagen. Kunststoffrohre (PVC) — Achtung: Standard-PVC darf wegen Sprödbruchgefahr unter Druck nicht für Druckluft verwendet werden! Nur speziell für Druckluft ausgelegte Systeme sind zulässig.

Rohrdurchmesser [mm]

Der Rohrinnendurchmesser (Di) bestimmt den Druckverlust — selbst eine geringe Durchmessererhöhung reduziert die Verluste drastisch (d⁵-Abhängigkeit). Nach Auswahl einer Rohrreihe werden die verfügbaren Durchmesser automatisch geladen. Bei der Option 'Eigener Durchmesser' geben Sie den Innendurchmesser manuell ein.

Volumenstrom [m³/min]

Luftvolumenstrom als FAD (Free Air Delivery) — auf atmosphärische Bedingungen umgerechnet (1 bar abs., 20°C). Den FAD-Wert finden Sie im Kompressor-Datenblatt. Hinweis: Nicht mit dem Hubvolumen verwechseln, das je nach Kompressorwirkungsgrad 10–30% über dem FAD liegt.

Anfangsdruck [bar]

Manometrischer Druck (Überdruck) am Beginn des berechneten Abschnitts. Typische Betriebsdrücke: 7–8 bar in Industrieanlagen, 6–8 bar in Werkstätten, bis 13 bar für Spezialanwendungen. Standardwert im Rechner: 8 bar.

Rohrlänge [m]

Tatsächliche Länge des geraden Rohrabschnitts in Metern. Beachten Sie die Äquivalentlängen der Formstücke — jeder 90°-Bogen entspricht ca. 0,5–1,5 m (je nach Durchmesser), ein T-Stück 1–3 m und ein Kugelhahn 0,1–0,5 m. In der Praxis werden zur gemessenen Rohrleitungslänge 30–50% für Formstücke addiert.

Berechnungsformel

Der Rechner verwendet eine empirische Formel, die in der Pneumatikbranche weit verbreitet und u.a. in Handbüchern von Atlas Copco, Kaeser und SMC veröffentlicht ist:

dp = 7,57 × q¹·⁸⁵ × L × 10⁴ / (d⁵ × p)
  • dp — Druckverlust [bar]
  • q — FAD-Volumenstrom [m³/min]
  • L — Rohrlänge [m]
  • d — Rohrinnendurchmesser [mm]
  • p — Manometrischer Anfangsdruck [bar]

Planungshinweise

Der empfohlene Gesamtdruckverlust in einer Anlage sollte 0,1 bar nicht überschreiten (bei 8–10 bar Betriebsdruck). Jeder zusätzliche Bar Druckverlust erhöht den Energieverbrauch des Kompressors um ca. 7%. Bei der Planung Formstücke berücksichtigen — zur gemessenen Rohrleitungslänge 30–50% Äquivalentlänge addieren. Verwenden Sie ein Ringleitungssystem statt Stichleitungen — der Ring versorgt von zwei Seiten und reduziert den Druckverlust um ca. 50% gegenüber einer einseitigen Abzweigung.

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