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Kanalgefälle-Rechner

Rohrleitungshöhenrechner

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Kanalgefällerechner — Berechnung von Sohlhöhen und Kanalgefälle

Professioneller Rechner zur Ermittlung des Gefälles von Abwasserkanälen anhand von Geländehöhen und Abschnittslänge. Das Werkzeug arbeitet in zwei Modi: Berechnung des Gefälles aus gegebenen Höhen (H1, H2, L) oder Ermittlung der Endhöhe aus vorgegebenem Gefälle und Länge. Ein zusätzliches Modul berechnet die Sohlhöhe an einem beliebigen Zwischenpunkt der Kanaltrasse. Konzipiert für Kanalplaner, Vermesser und Bauleiter.

So verwenden Sie den Rechner in 3 Schritten

1

Geben Sie die Anfangshöhe H1 [m ü. NHN] und Endhöhe H2 [m ü. NHN] des Kanals sowie die horizontale Abschnittslänge L [m] ein. Der Rechner berechnet automatisch das Gefälle in Prozent [%] und Promille [‰].

2

Alternativ: Geben Sie die Anfangshöhe H1, das vorgegebene Gefälle [%] und die Länge L ein — der Rechner ermittelt die Endhöhe H2. Nützlich beim Entwurf eines Kanals mit vorbestimmtem Mindestgefälle.

3

Nutzen Sie das Zwischenpunktmodul: Geben Sie den Abstand vom Kanalanfang ein, und der Rechner berechnet die Sohlhöhe an dieser Stelle. Sie können den Schieberegler für stufenlose Entfernungsänderung verwenden.

Kanalgefälle — Formel und Grundsätze

Das Kanalgefälle wird nach der Formel berechnet: S = (H1 − H2) / L × 100 %, wobei H1 die Anfangshöhe [m ü. NHN], H2 die Endhöhe [m ü. NHN] und L die horizontale Abschnittslänge [m] ist. Das Ergebnis wird in Prozent [%] oder Promille [‰] angegeben (1 % = 10 ‰).

Minimale Gefälle für Freispiegelkanäle ergeben sich aus der Regel 1/DN — das Mindestgefälle ist der Kehrwert des Rohrdurchmessers. Für DN 200 beträgt es 0,5 % (5 ‰), für DN 300 — 0,33 % (3,3 ‰), für DN 400 — 0,25 % (2,5 ‰). Gefälle unterhalb dieser Werte bergen die Gefahr von Sedimentablagerung und Kanalverstopfung.

Maximale Gefälle sind aufgrund von Rohrerosion und dem Risiko der Phasentrennung des Abwassers begrenzt. Für PVC/PP-Rohre beträgt das maximale Gefälle 15 % (DN ≤ 200) bis 10 % (DN > 200). Für Steinzeugrohre — entsprechend 10 % und 8 %.

Das korrekte Gefälle sollte die Selbstreinigungsgeschwindigkeit des Kanals gewährleisten: mind. 0,7 m/s für Schmutzwasserkanäle und mind. 0,5 m/s für Regenwasserkanäle. Gleichzeitig sollte die Geschwindigkeit 5 m/s (Schmutzwasser) bzw. 7 m/s (Regenwasser) nicht überschreiten — zu hohe Geschwindigkeit verursacht Erosion des Rohrmaterials.

Planungshinweise

Praktische Tipps bei der Gefälleplanung von Kanälen:

  • Überprüfen Sie immer die geodätischen Höhen vor Ort, bevor Sie mit der Planung beginnen — Unterschiede zwischen Karte und tatsächlichem Zustand können Gefälleänderungen erfordern.
  • Bei tief verlegten Kanälen (über 3 m) sollten Kaskadenschächte anstelle steiler Gefälle in Betracht gezogen werden, was Erosion begrenzt und die Wartung erleichtert.
  • Bei der Planung von Regenwasserkanälen beachten Sie, dass die Mindestgefälle geringer sind als bei Schmutzwasserkanälen — z. B. erfordert DN 300 mind. 0,2 % (2 ‰) statt 0,33 %.
  • Der Zwischenpunktrechner ist nützlich bei der Abstimmung von Sohlhöhen an Kreuzungen mit anderen unterirdischen Leitungen — prüfen Sie auf Kollisionen.

Kanalgefälle — häufige Fragen

Wie groß ist das Mindestgefälle einer Grundstücksentwässerung?

Das Mindestgefälle eines Freispiegelkanals folgt der 1/DN-Regel — das Mindestgefälle entspricht dem Kehrwert der Nennweite in Millimetern. Für DN 160 ergibt das 0,625% (6,25‰), für DN 200 — 0,5% (5‰), für DN 300 — 0,33% (3,3‰), für DN 400 — 0,25% (2,5‰). Übergeordnet gilt das hydraulische Kriterium: Das Gefälle muss eine Selbstreinigungsgeschwindigkeit von mindestens 0,7 m/s im Schmutzwasserkanal und 0,5 m/s im Regenwasserkanal sicherstellen.

Welches Gefälle braucht ein Hausanschluss DN 160?

Für einen Hausanschluss DN 160 beträgt das Mindestgefälle 1,5% (15‰), üblich geplant werden 2% (20‰). Der Wert liegt höher, als die 1/DN-Regel allein ergäbe, weil ein Hausanschluss kleine, unstetige Abflüsse führt — bei geringerem Gefälle erreicht das Abwasser die Selbstreinigungsgeschwindigkeit nicht und die Haltung verschlammt. Für DN 110 (Anschlussleitungen und Einfamilienhäuser) rechnet man mit 2–3%.

Wie rechnet man Gefälle von Promille in Prozent um?

1% = 10‰, also teilen Sie den Promillewert durch 10, um Prozent zu erhalten: 5‰ = 0,5%, 15‰ = 1,5%, 25‰ = 2,5%. Umgekehrt multiplizieren Sie mit 10. Praktisch bedeutet 1% ein Gefälle von 1 cm je Meter Kanallänge und 1‰ entsprechend 1 mm je Meter. Der Rechner gibt beide Schreibweisen gleichzeitig aus, eine manuelle Umrechnung entfällt.

Wie berechnet man das Kanalgefälle aus Sohlenhöhen?

Es gilt S = (H1 − H2) / L × 100%, wobei H1 die Sohlenhöhe am Anfang der Haltung [m ü. NN], H2 die Sohlenhöhe am Ende [m ü. NN] und L die horizontale Länge der Haltung [m] ist. Beispiel: H1 = 124,50 m, H2 = 124,20 m, L = 60 m ergibt 0,30 / 60 × 100% = 0,5% (5‰). Wichtig: In die Formel gehen die Rohrsohlenhöhen ein, nicht die Geländehöhen oder Schachtdeckelhöhen.

Wie groß darf das Kanalgefälle höchstens sein?

Das Höchstgefälle begrenzen die Erosion der Rohrwandung und die Entmischung des Abwassers. Für PVC- und PP-Rohre gelten 15% bei DN ≤ 200 und 10% bei DN > 200, für Steinzeug entsprechend 10% und 8%. Hydraulische Obergrenze ist die Geschwindigkeit: höchstens 5 m/s im Schmutzwasser- und 7 m/s im Regenwasserkanal. Bei starkem Geländegefälle setzen Sie Absturzschächte ein, statt das Gefälle zu erzwingen.

Worin unterscheidet sich das Gefälle von Schmutz- und Regenwasserkanälen?

Regenwasserkanäle erlauben kleinere Mindestgefälle, weil die erforderliche Selbstreinigungsgeschwindigkeit niedriger ist (0,5 m/s statt 0,7 m/s) und die Abflüsse zeitweise sehr groß sind. Für DN 300 verlangt ein Regenwasserkanal mindestens 0,2% (2‰) gegenüber 0,33% (3,3‰) beim Schmutzwasserkanal. Dafür sind höhere Höchstgeschwindigkeiten zulässig — bis 7 m/s.

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